Viel Auswahl im Second-Hand-Kaufhaus
Der 40. Pfennigbasar erbringt 30.000 Euro für soziale Zwecke /Am Ende sind die Stände leer
Ettlingen (mi). Es gibt kaum ein Durchkommen an diesem Samstag in der Entenseehalle in Ettlingen. Dicht an dicht drängen sich die Besucher des 40. Ettlinger Pfennigbasars vorbei an den vollen Verkaufstischen, hinter denen gut gelaunte Helfer Lampen, Geschirr, Vasen und Gemälde anpreisen. Immer wieder nimmt einer der Besucher ein Stück in die Hand, wiegt es vorsichtig hin und her, kurz darauf ist es gekauft und die Suche geht weiter. Schon wenige Minuten nach Eröffnung summt die Verkaufshalle wie ein Bienenstock. Viele der Käufer sind mit Rucksäcken angereist, manchen helfen die Kinder beim Tragen. So ist es auch bei Angelika Wetter, deren Sohn gerade lachend ein Schuhregal in den Armen hält. Neben privaten Einkäufen habe sie auch „Bücher für die Schulbibliothek“ besorgt, erzählt sie und deutet auf die Bücherhalle gleich nebenan. Hier ist es ruhiger, fast bedächtig wandern die Besucher vorbei an den Bücherkisten, die sich nach Genres geordnet an den Wänden aufreihen. „Bis Februar reicht mir das gerade so“, meint Lisa Petersohn, die vor der Halle auf dem Boden kniet, eine ganze Kiste mit Lesestoff in den Händen. Nur 16 Euro hat sie gezahlt, ein „Schnäppchen“ für alle Leseratten.
Ein Schnäppchen haben auch Maximilian Zschische und seine Freundin gemacht. Zwischen Massen an Anzügen, Kleidern und Jacken haben sie in der Sporthalle Schlittschuhe für zwei Euro bekommen. Weiter geht es in Richtung „Pausenhalle“. Dort gibt es Töpfe jeglicher Art. Mit Körben voller Geschirr und Kochzubehör kommt Eleanore Biyeme zurück. Ihre Mutter ist aus Frankreich gekommen, eingekauft haben sie für die ganze Familie. „Den Rest bekommen Verwandte“, erzählen die Frauen und setzten sich müde auf ihre Kisten. Eine Pause kommt für sie gerade richtig. An der Essensausgabe kümmert sich Brigitte Leix mit dem Küchenteam derweil um Kaffee und Kuchen. Leix ist eine der Ehrenamtlichen, denen OB Johannes Arnold bei der Begrüßung gedankt hat. Stolz auf das Helferteam“ ist auch Christa Stauch, Vorsitzende des Pfennigbasars. „Besonders gut“ habe „die Logistik geklappt“, berichtet sie. Verbesserungsbedarf sieht sie auf Seiten der angelieferten Waren. „Manches ist verdreckt und verschimmelt, aus einer Kiste krochen die Maden“, erzählt Jürgen Becker. Das sei ärgerlich. Alles in allem war für Stauch und ihr Team der Pfennigbasar jedoch ein voller Erfolg. Am Ende des Tages sind die Stände leer und die Helfer zufrieden. Fast 30.000 Euro sind zusammengekommen – die bleiben komplett in Ettlingen.
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BNN: Montag, 3. September 2018 . ETTLINGEN Ausgabe Nr. 203 – Seite 21
- mit freundlicher Genehmigung der BNN hier veröffentlicht