Autos halten im Minutentakt vor der Entenseehalle
Erster Sammeltag des Ettlinger Pfennigbasars im Jahr 2019 / Hoffnung auf viele gut erhaltene Gegenstände
Ettlingen (nf). Im Minutentakt fahren Autos die Entenseehalle in Ettlingen West an. Kisten, Wäschekörbe, Säcke, sogar ganze Kleintransporter voller Sachspenden werden von den Anlieferern sowie zahlreichen Helfern ins Innere getragen. Letztere bilden zudem mit ihren orangenen T-Shirts und ihrem Elan einen starken Kontrast zum trüben Wetter. Unter ihnen Christa Stauch, Vorsitzende des Ettlinger Pfennigbasars. Ihr Wunsch an diesem ersten Sammeltag für die insgesamt 41. Auflage des Basars am 31. August: „Genügend Ware und, dass alles so gut läuft, wie letztes Jahr.“
Zwischen 80 und 120 Helfer sind in der Halle und der angrenzenden Schule im Dienst. „Wir sind, auch wenn keine Warenannahme ist, immer hier – zur Aufarbeitung der Spenden“, erzählt Stauch. Der Pfennigbasar sei in den vielen Jahren, die es ihn gibt, zu einem Selbstläufer geworden und ohne die vielen Heinzelmännchen nicht denkbar: „Zwar haben wir hier unser ‚Stammpersonal‘, aber jedes Jahr kommen auch neue Gesichter. Darauf bin ich auch besonders stolz: die vielen freiwilligen, und vor allem auch fröhlichen Helfer“, sagt Stauch weiter.
Janina Rabold aus Ettlingen West ist seit langem Teil des Teams. Seit über sechs Jahren sorgt sie dafür, dass Gegenstände aller Art einen neuen Besitzer finden – von Hausrat über Spielzeug zu Büchern und Kleidung. Manchmal seien bei den Sammlungen für den Basar sogar richtige Raritäten aufgetaucht: „ Voriges Jahr zum Beispiel, da hat jemand ein Plüschnilpferd abgegeben. Es handelte sich um ein Sammlerstück und war 120 Euro wert“, erzählt sie. Insgesamt gefällt ihr der Aspekt der Gemeinnützigkeit. Dass Vereine, Kindergärten oder auch Schulen aus dem Basarerlös bedacht werden findet sie richtig. Die Gemeinnützigkeit und der Gedanke, dass das eingenommene Geld in der Stadt bleibt, sind auch für Jürgen Frommhold aus Bruchhausen ein Grund, seit nunmehr vier Jahren mitzuarbeiten: „Nicht mehr gebrauchte Gegenstände an andere für kleines Geld weitergeben und damit etwas Gutes tun“, das ist ihm Motivation, das findet er wichtig. Aber die Treue ist auch auf anderer Seite zu finden: Martin Rebel aus Ettlingen tituliert sich selbst als „Wiederholungstäter“, der jedes Jahr gut Erhaltenes und Gebrauchtes anliefert. Er könne sich schon gar nicht mehr erinnern, wann er begonnen habe, für den Basar zu sammeln. Auf jeden Fall sei das schon lange her und er mache es immer noch gerne.
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BNN: Montag, 3. September 2018 . ETTLINGEN Ausgabe Nr. 203 – Seite 21
- mit freundlicher Genehmigung der BNN hier veröffentlicht